Veranstaltungen



20 Jahre Mundartring Saar e. V.
20 Jahre Lobby für die Dialekte im Saarland und drumrum
- ein wichtiger Beitrag zur Heimatkultur -


In diesem Jahr können die Mitglieder des Mundartrings auf 20 erfolgreiche Jahre des Engagements für die Mundarten im Saarland zurückblicken. Zusammen mit vielen anderen Mitstreitern hat der Verein viel zum verbesserten Stellenwert der saarländischen Dialekte beitragen können. Beifall, Einladungen und manchmal handfeste Unterstützung durch Politik und andere gesellschaftliche Instititionen sowie die wohlwollende Resonanz in den Medien belegen dies. Zwar hat der Mundartring wie viele andere Vereine seit dem Ausbruch der Corona-Krise keine öffentlichen Veranstaltungen mehr durchführen können, war aber in den vielen Jahren zuvor mit zahlreichen Lesungen im ganzen Saarland unterwegs. Allein 2019 waren noch über ein Dutzend spannender Mundartangebote möglich, an denen zum Teil unterschiedliche Partner mitgestrickt haben.
Der Mundartring Saar wurde 2001 in Lebach ins Leben gerufen. Die Gründung erfolgte auf Anregung der im Saarland und weit darüber hinaus bekannten und anerkannten Mundartexpertin Edith Braun, die für die Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung ihrer umfangreichen Mundartarbeit sorgen wollte. Im Gegensatz zur literarisch orientierten „Bosener Gruppe“, die ihre Mitglieder selbst beruft, stand und steht der Mundartring allen Mundartfreunden offen – ganz gleich, ob man sich als Wissenschaftler, Autor, Journalist, Theaterspieler oder begeisterungsfähiger Laie für die Erforschung und Pflege der regionalen Dialekte einsetzen möchte. Für einen geringen Jahresbeitrag (mit dem man sich wohl gerade einen Restaurantbesuch leisten könnte), kann man Mitglied werden und alle Veranstaltungen des Vereins kostenlos besuchen. Außerdem erhält man die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift „Mundartpost“, die auf 40 Seiten sehr viel alte und neue Mundartliteratur bietet – dazu wissenschaftliche und journalistische Beiträge, Buchbesprechungen und Informationen zu den Vereinsaktivitäten. Nach Edith Braun und Peter Eckert gestaltet heute der Heckendalheimer Autor und Heimatforscher Peter Stolz die kleine, äußerlich unscheinbare, aber sehr gehaltvolle Zeitschrift (die man auch einfach abonnieren kann) zusammen mit einem kleinen Redaktionsteam.
Jetzt will der Mundartring sein Jubiläum auch öffentlich begehen – am Freitag, dem 20. August ab 18.00 Uhr in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Lebach. Zu der feierlichen Veranstaltung mit Festvortrag, Mundartlesungen und Musik sind die Mitglieder samt nahen Angehörigen, Ehrengäste und Vertreter der Medien herzlich eingeladen. Im Rahmen des Programms verleihen der „Verein für Landeskunde im Saarland e. V.“ und der Mundartring Saar den von ihnen gestifteten „Ehrenpreis Mundart 2020“ an die Saargemünderin Marianne Haas-Heckel, deren Wirken für ihre lothringische Mundart – das „Francique“ - einen ähnlichen Umfang aufweist wie das Wirken ihrer Freundin Edith Braun für die saarländischen Mundarten.


Das Saarland und das benachbarte Lothringen verbindet u.v. a. auch eine gemeinsame Sprache, sei es nun in der rheinfränkischen Version von Marianne Haas-Heckel, sei es in der moselfränkischen Version des „Laudators“ Jean Louis Kieffer, der übrigens auch wie die hochgelobte Preisträgerin seit Jahr und Tag grenzüberschreitend in Sachen „Mundart“ aktiv ist.
Die große Aula des Gymnasiums bietet beste Bedingungen für die Einhaltung vernünftiger Hygieneregeln. Für die Besucher gelten die für Veranstaltungen üblichen Regeln (vollständig geimpft, genesen, aktueller Test). Nach Ablauf des Programms lädt der Veranstalter zu Getränken und Schnittchen.







Der Verein Mundartring-Saar konnte sich beim SR3 Bei uns dehemm, Sonntag 8.05.2021, 20.00 bis 21.00 Uhr vorstellen.


Teil 1

Teil 2

Teil 3



Schöner Beitrag über uns in der Saarbrücker Zeitung vom 10./11. Juli.


image